Die Grüne Fraktion Berlin hat heute gemeinsam mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) erstmals einen Regionalen Wohlfahrtsindex (RWI) für Berlin vorgestellt. Die Studie zeigt, wie sich gesellschaftliche Wohlfahrt über das BIP hinaus anhand sozialer und ökologischer Faktoren entwickelt.
Dazu erklärt Werner Graf, Fraktionsvorsitzender:
„Gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie unter Druck steht, können wir es uns nicht leisten, als Gesellschaft weiter auseinanderzudriften. Das Bruttoinlandsprodukt bleibt ein wichtiger Indikator für wirtschaftliche Entwicklung. Entscheidend ist aber, ob dieser Erfolg bei den Menschen ankommt. Mit der Studie liegt erstmals eine wissenschaftliche Grundlage vor, um die Entwicklung Berlins über das Bruttoinlandsprodukt hinaus zu bewerten. Der Regionale Wohlfahrtsindex macht dabei drei zentrale Aufgaben deutlich: Wir müssen die Wirtschaft stärken, die Kluft zwischen Arm und Reich verringern und unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen. Für uns als Grüne Fraktion ist das der Auftrag, Wirtschaftspolitik konsequent mit Umweltschutz und Chancengerechtigkeit zu verbinden.“
Christoph Wapler, Sprecher für Wirtschaft und Arbeitsmarktpolitik, erklärt:
„Der Regionale Wohlfahrtsindex zeigt, dass insbesondere Menschen mit geringem Einkommen bislang zu wenig von einer Zunahme der wirtschaftlichen Leistung profitieren. Die wachsende Lücke zwischen Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Wohlfahrt ist ein Warnsignal. Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die gute Arbeit schafft, Bildung stärkt und allen Berlinerinnen und Berlinern faire Chancen auf Teilhabe eröffnet. Nur dann haben alle gleichermaßen etwas von der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt.“
Die Studie ist hier zu finden.