Die Grüne Fraktion Berlin hat heute ihren Plan für eine nachhaltige Berliner Fernwärme ohne hohe Anteile an Holz und Wasserstoff vorgestellt.
Dazu kommentieren Werner Graf, Fraktionsvorsitzender, und Dr. Stefan Taschner, Sprecher für Energiepolitik und Umweltschutz:
Graf:
"Jetzt werden die politischen Entscheidungen getroffen, ob die Berliner Fernwärme in Zukunft bezahlbar bleibt und unabhängig von Autokraten und Diktatoren wird oder ob die Berlinerinnen und Berliner mit explodierenden Nebenkosten rechnen müssen. Wer heute noch auf Wasserstoff und Holz setzt und weiter vor allem verbrennen will, spielt mit dem Geldbeutel der Berlinerinnen und Berliner und schadet gleichzeitig dem Klima. Wir schlagen daher einen alternativen Plan vor und wollen auf Geothermie, Abwärme aus der Spree und aus Rechenzentren sowie auf mehr Effizienz in den Netzen setzen. Die milliardenschweren Investitionsentscheidungen, die jetzt getroffen werden, müssen die Zukunft Berlins im Blick haben und dürfen nicht dieselben Fehler machen, die wir bei Gas und Kohle schon einmal begangen haben."
Dr. Taschner:
"Dass der Senat weiter am Mega-Holzheizkraftwerk in Klingenberg und am Holzheizkraftwerk Reuter West festhält, ist ein schwerer Fehler. Die industrielle Verbrennung von Holz setzt große Mengen CO₂ frei und verschärft die Klimakrise. Gleichzeitig macht sich Berlin abhängig von Holzimporten aus dem Ausland und von stark schwankenden Weltmarktpreisen. Das gefährdet die Versorgungssicherheit und treibt die Kosten nach oben. Am Ende zahlen die Berlinerinnen und Berliner die Rechnung."
Der Fahrplan für nachhaltige Berliner Fernwärme ist hier zu finden.