Zum Vorschlag, auf dem Tempelhofer Feld über 20.000 Wohnungen zu bauen, sagt Werner Graf, Fraktionsvorsitzender:
„Das Tempelhofer Feld ist einmalig auf der ganzen Welt. Kaum hatte der Flughafen geschlossen, haben die Berlinerinnen und Berliner das Feld mit Leben erfüllt. Hier wurde Geschichte geschrieben und Freiheit gelebt. Dieser Ort muss in seiner Einzigartigkeit erhalten bleiben und darf nicht unter einer Betondecke verschwinden. Statt mit massiven Umbauplänen müssen wir das Feld schrittweise mit den Menschen weiterentwickeln. Vom Grillen bis zum Boulespielen, vom Inlineskaten bis zum Kleingärtnern – das Feld ist ein entscheidender Ort der Naherholung für Tausende Berlinerinnen und Berliner und zieht weltweit Menschen an. Dabei muss es aber nicht bleiben: Schon Die Ärzte haben gezeigt, dass auf dem Vorfeld des Tempelhofer Feld-Gebäudes große klimaneutrale Konzerte möglich sind. Hier mehr Konzerte zu ermöglichen, wäre ein Gewinn für die ganze Stadt, würde große Künstler anziehen und so auch wieder mehr Touristen in die Stadt locken.
Wir wollen das Tempelhofer Feld aber auch als einzigartigen Erholungsort für alle Berliner*innen und als Naturraum schützen. Das Feld ist wichtig für das Stadtklima und ein Lebensort für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Statt immer mit einer utopischen und in weiter Ferne liegenden Bebauung des Tempelhofer Feldes abzulenken, sollte der Senat lieber die bestehenden Bauprojekte voranbringen und die leerstehenden Büroflächen zu bezahlbaren Wohnungen umbauen. Berlin hat kein Flächenproblem, sondern ein Umsetzungsproblem beim Bau bezahlbarer Wohnungen.“