Zum heutigen Start des neuen Ausbildungsjahres kommentieren Werner Graf, Fraktionsvorsitzender, und Klara Schedlich, Sprecherin für Berufliche Bildung:
Werner Graf: „Berlin sucht händeringend Fachkräfte. Gleichzeitig können junge Menschen keine Ausbildung beginnen, weil sie in Berlin keine bezahlbare Wohnung finden. Das ist absurd. Gerade der Umbau von Büros zu Wohnungen kann viele Azubi Wohnungen schaffen. Ein Konzept für bezahlbares Wohnen gehört zur Fachkräftepolitik dazu.“
Klara Schedlich: „Fast die Hälfte der Ausbildungsbetriebe hat in den vergangenen fünf Jahren erlebt, dass Azubis wegen fehlenden Wohnraums ihre Ausbildung nicht angetreten oder gekündigt haben. Das ist alarmierend. Wir können jungen Menschen nicht sagen: Macht eine Ausbildung – und sie dann mit ihrer Ausbildungsvergütung auf dem Berliner Wohnungsmarkt alleinlassen.
Schon heute brauchen rund 65 Prozent der Ausbildungsanfänger*innen eigenen Wohnraum – und der Bedarf wächst weiter. Deshalb brauchen wir das Azubiwerk jetzt: Es schafft bezahlbaren Wohnraum und ist zentralen Anlaufstelle für Azubis bei allen Fragen rund ums Wohnen.
Auch beim Programm ‚Junges Wohnen‘ muss Berlin verbindlich Mittel für Auszubildende sichern. Wer berufliche Bildung stärken und dringend benötigte Fachkräfte gewinnen will, darf Wohnen nicht dem Zufall überlassen. Eine Ausbildung darf nicht daran scheitern, dass sich junge Menschen ihre Wohnung nicht leisten können.“